Das Ayurveda Morgenritual
Den ayurvedischen Tag sollte man recht früh beginnen. Im Ayurveda ist der Tag strukturiert und beinhaltet verschiedene Rituale. Hierzu gehört auch das ayurvedische Morgenritual:
Der Ayurvedische Tag beginnt recht früh, am besten noch vor Sonnenaufgang. Jedoch spätestens um 6:00 Uhr am Morgen. Dies ist noch die Zeit des Vata, und Vata steht für Bewegung.
Nach dem Aufstehen trinkt man als erstes ein Glas lauwarmes Wasser dass ideal die Verdauung anregt. Nun beginnt die ayurvedische Reinigung, und diese startet mit dem Mund. Hierzu nimmt man einen Esslöffel Öl (Sesam- oder Sonnenblumenöl) in den Mund, zieht ihn durch die Zähne und wälzt das Öl mehrmals im Mund. Unbedingt gurgeln, dies reinigt und pflegt auch die Mandeln. Nach ca. 3 minütiger Mundspülung wird das Öl ausgespuckt. Nun kommt ein Zungenschaber zum Einsatz. Der traditionelle Zungenschaber aus Indien befreit die Zunge von ihrer Ama-Asorption befreit. Besitzt man keinen traditionellen Zungenschaber so kann man auch einen Teelöffel verwenden. Eine weiche Zahnbürste wirkt ebenfalls genauso gut. In der Apotheke bekommt man jedoch auch von namhaften Mundhygieneherstellern Zungenschaber angeboten.
Nach dem Mund kommt die Nase dran. Hierzu werden die Schleimhäute des Naseninnenraums mit einem eingeölten Finger eingerieben. (Sesam- oder Sonnenblumenöl) Der kleine Finger bietet sich hierzu am besten an.
Nun kommt der ganze Körper dran, eine Selbstmassage, wieder mit Sesam- oder Sonnenblumenöl. Bei der Ayurveda Selbstmassage beginnt man mit dem Kopf und endet bei den Füßen. Hierzu benötigt man etwa 40 ml des angegebenen Öls, oder eines, das speziell auf sein persönliches Dosha zugeschnitten ist. Im Idealfall ist das Öl angwärmt.
Der Kopf:
Tief durchatmen und entspannen, dann erst träufelt man sich etwas von dem angewärmten Öl auf den Mittelscheitel, oder verreibt etwas Öl zwischen den Händen und massiert das Öl mit den Fingern in den Oberkopf. Die massierenden Bewegungen verlaufen in kleinen kreisenden Bewegungen auf dem Oberkopf, und dann vom Nacken aus in Richtung der Ohren. Zum Schluss wird der Kopf sanft ausgestrichen.
Der Hals:
Vom Halsrücken aus wird am Hals hinab- und hinunter gestrichen. Etwa 3-4 mal wiederholen.
Die Arme:
Die Arme werden von der Schulter aus beginnend, abwechselnd in kleinen, leicht kreisenden Bewegungen massiert. Danach werden die Arme an ihren Konturen von oben nach unten ausgestrichen. Man fährt am Aussenarm mit dem Finger wieder nach oben. Diese Massage der Arme sollte harmonisch, sanft und gleichmäßig sein, und sie sollte am Handgelenk enden.
Die Hände:
Vom äußeren Handgelenk aus streicht man am Handrücken hinunter. Jeder Finger einzeln wird massiert und zuletzt mit dem Daumen und Zeigefinger umfasst und leicht gedreht und gezogen. So wird zuerst die eine Hand, und dann die andere Hand massiert.
Der Rumpf:
Hier gebinnt man wiedermit der Schulter, große kreisende Bewegungen von der Schulter über den Brustraum bis hinunter zum Ende der Rippen. Dann wird der Brustbeinknochen und die Rippen etwas kräftiger massiert. Mit neuem Öl wird dann sanft beim Bauchnabel wieder begonnen, kreisende, spiralenförmige Bewegungen über den gesamten Bauch verteilen. Damit die Darmbewegung gut unterstützt wird, wird immer von rechts nach links kreisend massiert, und kein Druck im Unterbauch ausgeübt. Nun kommen der Rücken und die Seiten dran, auch hier beginnt man wieder mit der Schulter. Mit ein kleine wenig Übung wird man auch so gelenkig werden, dass man sich selbst den Rücken eincremen kann.
Die Beine:
Hier beginnt man mit den Gesäßbacken, also mit dem Po. Große Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn, dann zuerst mit beiden Händen das rechte Bein hinunterfahren. Die Kniescheibe wird sanft umkreist, als nächstes kommt die Achillesferse und die Wade dran, dann wieder über die Kniekehlen der Oberschenkel. Nun kommt das linke Bein dran und dann erst die Füße.
Die Füße:
Zuerst der rechte Fuß, dieser wird sanft vom Fußspann bis zu den Zehen ausgestrichen. Dann folgen kleine kreisende Bewegungen zwischen den Fußknochen. ALs letztes widmet man sich jedem einzelnen Zeh und verfährt mit ihm genauso wie mit den Händen. Abschließend wird die Fußsohle mit Öl einmassiert und die Seiten leicht abgeklopft.
Abschließend wird nochmals die Naseninnenwand eingelöt. Dann ist eine Meditationsübung und/oder Yoga empfehlenswert. Danach wird heiß geduscht. Für die Haare benötigt man ein Shampoon, für den Körper muss das nicht sein, denn in der Regel ist das Öl gut eingezogen. Traditionell wurde in Indien eine Paste aus gemahlenen Kichererbsenmehl verwendet. Diese besteht aus den gemahlenen Hülsenfrüchten die in Wasser und Milch angerührt wurden. Nach dem Duschen kräftig abrubbeln, die Haut ist perfekt durchblutet und der ayurvedische Tag kann beginnen. Empfohlen wird jedoch sich zuerst einige Minuten wieder hinzulegen, damit der Entgiftungsprozess der durch die Selbstmassage in Gang gesetzt wurde, auch richtig wirken kann.
Tags: Ayurveda, Morgenritual, Wellness


























